Die Regeln:
Es gibt 2 verschiedene populäre Debattenformate im deutschsprachigen Raum.
Offene Parlametarische Debatte
Der Ablaufplan einer OPD Debatte mit Redepositionen und Zeiten.
Die Offene Parlamentarische Debatte (OPD) bewertet sowohl die Struktur und Logik der Argumente, als auch die Präsentation.
Zu Beginn der Debatte werden die Teams und die Positionen gelost. Anschließend erhalten die Teams 15 Minuten Vorbereitungszeit, in der sie nicht Googeln oder recherchieren dürfen. Nach der Vorbereitungszeit beginnt der Hauptjuror mit dem Aufrufen der ersten Rede der Regierung die Debatte. Anschließend erwiedert die 1. Rede der Opposition, dann kommen die 2. Rede der Regierung und dann wieder der Oppositon. Anschließend reden die 3 freien Reden. Und zum Schluss kommen noch die Schlussreden in getauschter Reihenfolge, erst die der Opposition und dann die der Regierung.
Zu Beginn der Debatte werden die Teams und die Positionen gelost. Anschließend erhalten die Teams 15 Minuten Vorbereitungszeit, in der sie nicht Googeln oder recherchieren dürfen. Nach der Vorbereitungszeit beginnt der Hauptjuror mit dem Aufrufen der ersten Rede der Regierung die Debatte. Anschließend erwiedert die 1. Rede der Opposition, dann kommen die 2. Rede der Regierung und dann wieder der Oppositon. Anschließend reden die 3 freien Reden. Und zum Schluss kommen noch die Schlussreden in getauschter Reihenfolge, erst die der Opposition und dann die der Regierung.
Redezeiten:
Jede Fraktionsrede hat 7 Minuten Redezeit. Davon sind die erste (bis 1:00) und die letzte Minute (ab 6:00) geschützt. Beginn und Ende der nicht geschützten Zeit, sowie das Ende der Redezeit nach 7 Minuten werden mit einem akustischen Signal angezeigt. Nach den 7 Minuten hat der Redner noch 15 Sekunden extra Zeit um den Satz zu beenden. Wenn aber ab Beginn von Sekunde 7:15 noch geredet wird gibt es Zeitabzug. Man sollte also nach Ende der 7 Minuten wirklich zum Schluss kommen und den Satz im Zweifel einfach abbrechen. Fraktionsfreie Reden haben lediglich dreieinhalb Minuten Redezeit. Hier sind die erste und die letzte halbe Minute geschützt, die nicht geschützte Zeit geht also von 1:00 bis 3:00. Auch hier gibt es eine Überziehungszeit von 15 Sekunden nach dem gleichen Prinzip.
Interaktion:
Geschützte Zeit bedeutet, dass in dieser Zeit keine Zwischenrufe oder Zwischenfragen kommen dürfen. Ein Zwischenruf besteht aus bis zu 7 Worten, mit denen die Gegenseite oder eine freie Rede einen sinnvollen Kommentar zur Debatte reinrufen kann. Wenn der Redner beispielsweise erzählt Atomkraft hätte noch nie geschadet, könnte man "Fukushima!" reinrufen. Bei einer Zwischenfrage meldet sich die fragende Person und kann vom Redner drangenommen oder abgewunken werden. Wenn die Frage drangenommen wurde hat die fragende Person 15 Sekunden Zeit eine Frage zur Debatte zu stellen, auf die der Redner dann eingehen soll. Wenn die Zeit überzogen wird ruft die Jury zur Ordnung. Sollte die fragende Person dann weiter reden und diesen Ordnungsruf ignorieren kann es zu Punktabzug kommen. Zwischenfragen dürfen ebenfalls vom Gegnerteam und von den freien Reden gestellt werden. Als Franktionsrede empfiehlt es sich ein bis zwei Zwischenfragen dranzunehmen, als freie Rede maximal eine.
Freie Reden:
Freie Reden haben wie gesagt nur die halbe Zeit einer Fraktionsrede und haben auf einem Turnier in der Regel auch keine Vorbereitungszeit und reden auch nicht in einem Team. Stattdessen erfahren sie das Thema erst mit Beginn der Debatte. Ihre Aufgabe ist es der Debatte zuzuhören und neue sinnvolle Erweiterungen in die Debatte zu bringen, die bisher noch nicht da waren. Das können zum Beispiel ein neues Argument, ein neuer Mechanismus oder eine neue Betroffenengruppe sein. Sie dürfen sich ihre Seite aussuchen, müssen aber innerhalb der ersten Minute klarmachen, ob sie auf der Seite der Regierung oder der Opposition stehen. Der Grund dafür ist, dass die Gegenseite nach der freien Rede die Möglichkeit hat zu einer einminütigen Zwischenrede. In dieser sollte auf die Argumentation der freien Rede eingegangen werden und möglichst gewinnend versucht werden die freie Rede von der eigenen Position zu überzeugen (auch wenn das keinen Einfluss hat, da die freie Rede nicht nocheinmal reden wird). Eine gute Methode ist es, das Argument der freien Rede anzuerkennen, aber so zu tun als hätte sie eine Sache übersehen, wenn man das aber beachtet, geht es der Betroffenengruppe auf der eigenen Seite doch besser, als auf der anderen.
Redepositionen und Aufgaben:
Die erste Rede der Regierung hat die Aufgabe in das Thema einzuführen und bei Bedarf den Antrag zu stellen. Ein Antrag ist so etwas wie ein Gesetzentwurf, der beschreibt wie genau etwas umgesetzt werden soll. Zum Beispiel beim Thema "Sollten wir den Konsum von leichteren Drogen erlauben?" könnte ein Antrag lauten, dass das nur für Volljährige und in dafür vorgesehenen Clubs oder Vereinen geschieht. Ebenso muss die erste Rede Charakterisieren und Klarstellen um was es in der Debatte überhaupt geht. Wenn das erledigt ist kann sie anfangen bereits die ersten Argumente zu bringen.
Die erste Rede der Opposition hat die Aufgabe den Antrag und die Charakterisierungen der ersten Regierungsrede zu kritisieren und aufzuzeigen wo noch Lücken und Schwachstellen sind. Anschließend bringt auch Sie die ersten Argumente der Opposition.
Die nochfolgenden beiden Ergänzungsreden haben jeweils die Aufgabe, die von der Gegenseite kaputt gemachten Punkte wieder aufzubauen, die Punkte der Gegenseite kaputt zu machen und die weiteren Argumente zu bringen.
Die Schlussreden nach den freien Reden dürfen keine neuen Argumente mehr bringen. Ihre Aufgabe ist es die Debatte aus einer Vogelperspektive zusammenzufassen, die großen Streitfragen zu benennen und abzuwägen welche Argumente die stärkeren sind. Sie versuchen die Jurierung ein wenig vorwegzunehmen und so zu tun, als würden Sie die Debatte fair zusammenfassen, nur hat die eigene Seite halt einfach Recht.
Jurierung:
Die Juroren hören der Debatte zu und bewerten Sie am Ende. Eine Person der Juroren ist Hauptjury, und führt die Debatte. Sie ruft die Redner auf, ruft zur Ordnung und überwacht die Zeit. Nach der Debatte ziehen Sie sich zurück und beraten sich. Die Einzelreden bewerten sie dabei nach 5 Kategorien. Sprachkraft, Auftreten, Kontaktfähigkeit, Sachverstand und Urteilskraft.
Sprachkraft bewertet alles was man hören kann. Wie spricht die Person? Kann man ihr gut zuhören? Ist sie Monoton oder variiert sie den Rede? Welche Sprachbilder und Metaphern verwendet sie? Auftreten ist alles was man sehen kann. Steht sie ruhig da? Schaut sie die Juroren an, oder die Wand? Hat sie eine kongruente Gestik? Kontaktfähigkeit bewertet wie gut man mit dem Rest der Debatte in Kontakt steht. Beziehet der Redner sich in seiner Rede auf andere Reden? Nimmt die Person während der Rede den Raum wahr und geht auf Zwischenrufe und Zwischenfragen ein? Passt die Rede zur Debatte, oder mach sie eher ihr eigenes Ding? Sachverstand bewertet, ob das gesagte richtig und nachvollziehbar ist. Also wenn jemand offensichtlichen Mist redet, oder nicht genug erklärt sondern nur auf der Behauptungsebene bleibt, dann wird das hier gewertet. Urteilskraft bewertet, ob das richtige gesagt ist. Also ob die Argumente relevant sind und tatsächlich auch der Debatte was bringen. Beispielsweise kann ein Redner bei einer Debatte über Schuluniformen viel darüber reden, dass Pinguine ja so schick aussehen, als würden Sie nen Smoking tragen. Es ist für die Debatte aber vermutlich sehr irrelevant.
Abgesehen von diesen Einzelrednerkategorien vergibt die Jury auch noch Teampunkte an die beiden Teams. Dabei bewertet sie die Rollenerfüllung, die Teamstrategie, die Qualität und Quantität der Interaktionen, also der Zwischenreden, -rufe und -fragen, und die generelle Überzeugungskraft eines Teams, wie gut Sie das Publikum tatsächlich überzeugt haben könnten.
Jede Fraktionsrede hat 7 Minuten Redezeit. Davon sind die erste (bis 1:00) und die letzte Minute (ab 6:00) geschützt. Beginn und Ende der nicht geschützten Zeit, sowie das Ende der Redezeit nach 7 Minuten werden mit einem akustischen Signal angezeigt. Nach den 7 Minuten hat der Redner noch 15 Sekunden extra Zeit um den Satz zu beenden. Wenn aber ab Beginn von Sekunde 7:15 noch geredet wird gibt es Zeitabzug. Man sollte also nach Ende der 7 Minuten wirklich zum Schluss kommen und den Satz im Zweifel einfach abbrechen. Fraktionsfreie Reden haben lediglich dreieinhalb Minuten Redezeit. Hier sind die erste und die letzte halbe Minute geschützt, die nicht geschützte Zeit geht also von 1:00 bis 3:00. Auch hier gibt es eine Überziehungszeit von 15 Sekunden nach dem gleichen Prinzip.
Interaktion:
Geschützte Zeit bedeutet, dass in dieser Zeit keine Zwischenrufe oder Zwischenfragen kommen dürfen. Ein Zwischenruf besteht aus bis zu 7 Worten, mit denen die Gegenseite oder eine freie Rede einen sinnvollen Kommentar zur Debatte reinrufen kann. Wenn der Redner beispielsweise erzählt Atomkraft hätte noch nie geschadet, könnte man "Fukushima!" reinrufen. Bei einer Zwischenfrage meldet sich die fragende Person und kann vom Redner drangenommen oder abgewunken werden. Wenn die Frage drangenommen wurde hat die fragende Person 15 Sekunden Zeit eine Frage zur Debatte zu stellen, auf die der Redner dann eingehen soll. Wenn die Zeit überzogen wird ruft die Jury zur Ordnung. Sollte die fragende Person dann weiter reden und diesen Ordnungsruf ignorieren kann es zu Punktabzug kommen. Zwischenfragen dürfen ebenfalls vom Gegnerteam und von den freien Reden gestellt werden. Als Franktionsrede empfiehlt es sich ein bis zwei Zwischenfragen dranzunehmen, als freie Rede maximal eine.
Freie Reden:
Freie Reden haben wie gesagt nur die halbe Zeit einer Fraktionsrede und haben auf einem Turnier in der Regel auch keine Vorbereitungszeit und reden auch nicht in einem Team. Stattdessen erfahren sie das Thema erst mit Beginn der Debatte. Ihre Aufgabe ist es der Debatte zuzuhören und neue sinnvolle Erweiterungen in die Debatte zu bringen, die bisher noch nicht da waren. Das können zum Beispiel ein neues Argument, ein neuer Mechanismus oder eine neue Betroffenengruppe sein. Sie dürfen sich ihre Seite aussuchen, müssen aber innerhalb der ersten Minute klarmachen, ob sie auf der Seite der Regierung oder der Opposition stehen. Der Grund dafür ist, dass die Gegenseite nach der freien Rede die Möglichkeit hat zu einer einminütigen Zwischenrede. In dieser sollte auf die Argumentation der freien Rede eingegangen werden und möglichst gewinnend versucht werden die freie Rede von der eigenen Position zu überzeugen (auch wenn das keinen Einfluss hat, da die freie Rede nicht nocheinmal reden wird). Eine gute Methode ist es, das Argument der freien Rede anzuerkennen, aber so zu tun als hätte sie eine Sache übersehen, wenn man das aber beachtet, geht es der Betroffenengruppe auf der eigenen Seite doch besser, als auf der anderen.
Redepositionen und Aufgaben:
Die erste Rede der Regierung hat die Aufgabe in das Thema einzuführen und bei Bedarf den Antrag zu stellen. Ein Antrag ist so etwas wie ein Gesetzentwurf, der beschreibt wie genau etwas umgesetzt werden soll. Zum Beispiel beim Thema "Sollten wir den Konsum von leichteren Drogen erlauben?" könnte ein Antrag lauten, dass das nur für Volljährige und in dafür vorgesehenen Clubs oder Vereinen geschieht. Ebenso muss die erste Rede Charakterisieren und Klarstellen um was es in der Debatte überhaupt geht. Wenn das erledigt ist kann sie anfangen bereits die ersten Argumente zu bringen.
Die erste Rede der Opposition hat die Aufgabe den Antrag und die Charakterisierungen der ersten Regierungsrede zu kritisieren und aufzuzeigen wo noch Lücken und Schwachstellen sind. Anschließend bringt auch Sie die ersten Argumente der Opposition.
Die nochfolgenden beiden Ergänzungsreden haben jeweils die Aufgabe, die von der Gegenseite kaputt gemachten Punkte wieder aufzubauen, die Punkte der Gegenseite kaputt zu machen und die weiteren Argumente zu bringen.
Die Schlussreden nach den freien Reden dürfen keine neuen Argumente mehr bringen. Ihre Aufgabe ist es die Debatte aus einer Vogelperspektive zusammenzufassen, die großen Streitfragen zu benennen und abzuwägen welche Argumente die stärkeren sind. Sie versuchen die Jurierung ein wenig vorwegzunehmen und so zu tun, als würden Sie die Debatte fair zusammenfassen, nur hat die eigene Seite halt einfach Recht.
Jurierung:
Die Juroren hören der Debatte zu und bewerten Sie am Ende. Eine Person der Juroren ist Hauptjury, und führt die Debatte. Sie ruft die Redner auf, ruft zur Ordnung und überwacht die Zeit. Nach der Debatte ziehen Sie sich zurück und beraten sich. Die Einzelreden bewerten sie dabei nach 5 Kategorien. Sprachkraft, Auftreten, Kontaktfähigkeit, Sachverstand und Urteilskraft.
Sprachkraft bewertet alles was man hören kann. Wie spricht die Person? Kann man ihr gut zuhören? Ist sie Monoton oder variiert sie den Rede? Welche Sprachbilder und Metaphern verwendet sie? Auftreten ist alles was man sehen kann. Steht sie ruhig da? Schaut sie die Juroren an, oder die Wand? Hat sie eine kongruente Gestik? Kontaktfähigkeit bewertet wie gut man mit dem Rest der Debatte in Kontakt steht. Beziehet der Redner sich in seiner Rede auf andere Reden? Nimmt die Person während der Rede den Raum wahr und geht auf Zwischenrufe und Zwischenfragen ein? Passt die Rede zur Debatte, oder mach sie eher ihr eigenes Ding? Sachverstand bewertet, ob das gesagte richtig und nachvollziehbar ist. Also wenn jemand offensichtlichen Mist redet, oder nicht genug erklärt sondern nur auf der Behauptungsebene bleibt, dann wird das hier gewertet. Urteilskraft bewertet, ob das richtige gesagt ist. Also ob die Argumente relevant sind und tatsächlich auch der Debatte was bringen. Beispielsweise kann ein Redner bei einer Debatte über Schuluniformen viel darüber reden, dass Pinguine ja so schick aussehen, als würden Sie nen Smoking tragen. Es ist für die Debatte aber vermutlich sehr irrelevant.
Abgesehen von diesen Einzelrednerkategorien vergibt die Jury auch noch Teampunkte an die beiden Teams. Dabei bewertet sie die Rollenerfüllung, die Teamstrategie, die Qualität und Quantität der Interaktionen, also der Zwischenreden, -rufe und -fragen, und die generelle Überzeugungskraft eines Teams, wie gut Sie das Publikum tatsächlich überzeugt haben könnten.
British Parlamentary System
Das British Parlamentary System (BPS/BP) ist fokussiert rein auf die Argumente.